Einleitung
Das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig bietet zum nächstmöglichen Zeitpunkt für eine Laufzeit von 36 Monaten die Stelle als
Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in zur Promotion
(75 % Entgeltgruppe 13 TV-L) (w/m/d)
Das IfL betreibt geographische Grundlagenforschung mit dem Ziel, gesellschaftliche und räumliche Wandlungsprozesse sichtbar zu machen und Wissen für nachhaltige sowie regional ausgewogene Entwicklung bereitzustellen. Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und einziges außeruniversitäres Forschungsinstitut für Geographie in Deutschland verbindet das Institut Forschung und Wissenstransfer. Organisatorisch gliedert sich das Institut in fünf Abteilungen: Theorie, Methodik und Geschichte der Geographie, Regionale Geographie Europas, Kartographie und Visuelle Kommunikation, Geographische Zentralbibliothek und Archiv für Geographie sowie Verwaltung.
Jahrhunderts. Das Projekt ist DFG/ANR-gefördert, in Kooperation mit der Université des Antilles.
Die wissenschaftliche Fragestellung ist eine gekoppelt (sozio-)linguistische und kulturgeographische: (1) Sprechen auf Kreol: wie haben sich die FBC in der Karibik in dieser Zeit entwickelt und wie sind die heutigen sprachlichen Muster in ihrer räumlichen Verteilung entstanden? (2) Sprechen über Kreol: wie wurde in den Quellen auf Kreol als Phänomen Bezug genommen, um die Sprache gegenüber dem Französischen abzugrenzen oder im Gegenteil eine bewusst eigene, unabhängige Identität zu kommunizieren.
Im Anschluss an frühere digitale Atlasprojekte am IfL werden räumliche und zeitliche Abfragemöglichkeiten als Ergebnis des Projekts im Mittelpunkt stehen. Zur Beantwortung der kulturgeographischen Forschungsfrage nach dem Sprachwandel sowie nach Eigen- und Fremdbild des Kreol-Sprechens werden zudem eine Reihe von Dashboard-Funktionen zur Visualisierung und Erkundung der Daten integriert.
wissenschaftliche Aufgaben
- Konzeption von Klassifikationskriterien (Metadaten) in Anlehnung an und Referenz auf etablierte Metadatenvokabularien
- Empirische, digital gestützte Datenanalyse von historischen Textquellen
- Bereitstellung der annotierten Datenbasis gemäß DFG-Richtlinien
- Konzeption und Entwicklung eines digitalen, web-basierten Atlasprojekts
- Publikation und Präsentation der Forschungsergebnisse
2. organisatorische Aufgaben
- Zeit-, Aktivitäts- und Qualitätsmanagement im Forschungsprozess
- eigenständige Konzeption und Umsetzung von Workshops, Vorträgen und Publikationen
- Teilnahme an internationalen Koordinationstreffen in allen Aktivitätsfeldern in englischer Sprache
- interne und externe Kommunikation von Projektergebnissen
Wir erwarten
- ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium einer relevanten Fachrichtung im Bereich Digital Spatial Humanities
- fundierte Kenntnisse im Bereich der Architektur von Web-Services, insbesondere content delivery
- fundierte Kenntnisse im Bereich Kartographie, insbesondere digitale Atlanten
- fundierte Kenntnisse im Bereich von Daten- und Metadatenstandards in den Digital Humanities, insbesondere im Bereich linguistischer Korpora
- fundierte Kenntnisse im Bereich digitaler Datenanalysen von Texten, insbesondere im Bereich computational discourse analysis
- Erfahrung mit oder starkes Interesse an inter- und transdisziplinärer Forschung im Bereich Digital Spatial Humanities
- Interesse an sprachwissenschaftlichen, interkulturellen und historischen Fragestellungen
- aktive Sprachkenntnisse des Englischen, passive Sprachkenntnisse des Französischen
personal@leibniz-ifl.de
Wir bieten
- eine 75 %-Stelle mit Gelegenheit zur Promotion im Fach Digital Humanities oder Kulturgeographie
- ein interessantes und abwechslungsreiches Aufgabengebiet mit Gestaltungsfreiraum und die Möglichkeit zur Umsetzung eigener Forschungsideen
- eine kollegiale, internationale Forschungsumgebung
- Vergütung nach Bestimmungen des TV-L entsprechend der persönlichen Qualifikationen mit einer Jahressonderzahlung, vermögenswirksamen Leistungen und betrieblicher Altersvorsorge (VBL)
- Zuzahlung zum Jobticket
- eine familienfreundliche Arbeitsumgebung mit flexiblen Arbeitszeiten sowie der Möglichkeit zum mobilen Arbeiten im Rahmen einer Betriebsvereinbarung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Das IfL steht für Gleichstellung und Vielfalt. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Kontakt:
Von der Zusendung eines Fotos im Rahmen der Bewerbung bitten wir abzusehen.
Dr. Dominik Kremer | d_kremer@leibniz-ifl.de
Bewerbungsschluss: 05.04.2026